Das 1738 erbaute, bei Gransee im Landkreis Oberhavel gelegene Barockschloss ist seit 1995 im Besitz der Messerschmitt-Stiftung-München und wird seit 2007 als Gästehaus der Bundesregierung genutzt.
Von 1995 bis 2006 erfolgte durch die Stiftung die denkmalgerechte Sanierung und Restaurierung von Schloss und Park.
Die Bildreihe links (5 Bilder) zeigt Luftbildbildaufnahmen aus dem Jahre 2008.
Die Bilder zeigen eindrücklich die landschaftliche Einbindung der Anlage und die malerische Lage am Huwenowsee.
Die Fotostrecke unten zeigt Ansichten des neu gestalteten Schlossgartens von Meseberg und liefert einen Vergleich aus dem Jahr 2004 vor Beginn der Sanierung und nach Abschluss der Arbeiten der Firma Mallinger im Jahr 2007.
Ansicht auf Gesamtensemble (Zum Navigieren bitte die Pfeile anklicken)
Schlossgarten Meseberg (2004 und 2007)
10 Jahre führte die Firma N. Mallinger, beauftragt durch die Messerschmitt-Stiftung-München, die sensible Rückbildung und Nachempfindung des historischen Parks auf einem Gelände von ca. 5 ha durch. Das barocke Ensemble hat einen außerordentlichen architektonischen sowie gartenkünstlerischen Wert, welcher sich besonders durch die in dieser Form einmalige Wiederherstellung des Areals begründet.
Blick auf das Seitenparterre, die Gartenmauer und den Schwarzen Garten
Schlossgarten Meseberg (2004 und 2007)
Das südwestliche Rasenparterre orientiert sich in seiner Formensprache an modernen Elementen, da die historischen Strukturen nicht überliefert sind. Die Lindenexedra am Ende der Sichtachse besteht größtenteils aus Altbaumbestand.
Ausblick vom Schloss über das Seitenparterre und das Boskett zur Lindenexedra
Schlossgarten Meseberg (2007)
Blick von der Lindenexedra zum Schloss
Das geometrische Boskett ist mit Ligusterhecken eingefasst, welche eine maximale Höhe von 90 cm erreichen.
Ein zentral gelegener Brunnen ziert diesen Bereich.
Die Aufteilung des Gartenteils ergibt sich aus den vorhandenen Achsen von Schloss und Lindenexedra. Plansichtung, Grabungen und Befunde von Fundamenten bestätigten das Achsensystem.
Aufgrund von Fundstücken konnten drei Gartenskulpturen rekonstruiert werden. Heute schmücken Sandstein-Kopien von Juno, Flora (Frühling) und Ceres (Sommer) das Boskett.
Schlossgarten Meseberg (2004 und 2007)
An die Freitreppe des Schlosses schließt sich das Seeparterre mit zwei symmetrisch angelegten Beeten an. Das Parterre wirkt durch die Einsenkung in die Terrasse mit Blick auf den Huwenowsee besonders repräsentativ.
Seeparterre im Schlossgarten mit Blick zum Huwenowsee
Schlossgarten Meseberg (2004 und 2007)
Die Ornamentik im Parterre ist mit modernen Formen gestaltet, da die ursprüngliche, barocke Gestalt der Broderien nicht überliefert ist. Geschnittener Buchsbaum in einer Fläche aus weißem Ulmer Kies füllt den Raum.
Seeparterre Schlossrückseite
Schlossgarten Meseberg (2007)
Blick über das Seeparterre auf den umwaldeten Huwenowsee
Fundierte Recherchen und systematische Ausgrabungen gingen den Sanierungsarbeiten voraus. Die Originalstrukturen wurden mit Analogieschlüssen und Neuinterpretationen ergänzt.
Geschnittene Taxuskegel rahmen das Parterre ein. Die Blumenrabatten sind mit im Barock üblichen Pflanzenarten bepflanzt.
Stauden und Sommerblumen bilden ein repräsentatives Farbband mit einer für den Barock typischen Mittelüberhöhung.
Schlossgarten Meseberg (2007)
Seeterassen mit historischem Pavillon
Mauerfundamente und ein barocker Abwasserkanal lieferten Anhaltspunkte für die Terrassierung. Die Ermittlung der Höhen und die planerische Umsetzung stellte alle Beteiligten vor eine besondere Herausforderung.
Reizvoll ist die Sicht über die von Eibenkegeln flankierten Uferterrassen zum restaurierten Pavillon, der sich auf einer kleinen Anhöhe erhebt und die Aussicht auf den gesamten Park freigibt.